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Concordia holt in Montreux Silber

Freiburger Nachrichten – Montag, den 13. Juni 2016

Beim Eidgenössischen Musikfest platzierte sich die Concordia Freiburg in der Höchstklasse der Harmonien hinter dem Blasorchester Siebnen auf dem zweiten Rang.

Das Aufgabenstück der Königsklasse der Harmonien beim diesjährigen Eidgenössischen Musikfest in Montreux stammte aus der Feder eines Freiburgers: Die 15 Formationen, die in der Höchstklasse gegeneinander antraten, spielten «Guernica» von Jean-François Michel. Trotzdem reichte es der Freiburger Concordia nicht für den Sieg. Als beste Harmonie der Höchstklasse haben die Richter das Blasorchester Siebnen aus dem Kanton Schwyz mit insgesamt 192 Punkten ausgezeichnet, wie die Organisatoren gestern mitteilten. Die Concordia erspielte sich 190 Punkte und platzierte sich noch vor dem Sinfonischen Blasorchester SIBO Bern (188.67Punkte) auf dem zweiten Rang. Beim letzten Eidgenössischen Musikfest in St.Gallen im Jahr 2011 hatte es die Concordia in der Königsklasse der Harmonien auf den dritten Rang gebracht.

Unter den Harmonien der 1. Klasse traten an vier Spielorten 53 Formationen an – sechs davon aus dem Kanton Freiburg. Unter die ersten Zehn schaffte es nur das Musikkorps der Stadt Bulle, dies mit dem 7. Rang.

Das 34. Eidgenössische Musikfest wurde am Samstag vom Freiburger Bundesrat Alain Berset eröffnet. Der Kulturminister unterstrich in seiner Rede, Musik sei die wichtigste Vermittlungsquelle der Kultur eines Landes. «Musik hat das besondere Recht, sich als eidgenössische Kunst zu bezeichnen, denn sie bringt uns über Berge, Täler, Kantone, Bezirke, Gemeinden und Quartiere zusammen », sagte Berset gemäss Mediencommuniqué.

Musikfest mit Rekord

Das 34. Eidgenössische Musikfest in Montreux verzeichnet einen Teilnehmerrekord. Mit 556 Formationen sei der Anlass der grösste Blasmusikwettbewerb, der je organisiert worden sei, teilten die Organisatoren mit. Insgesamt 26000 Musiker treten an zwei Wochenenden in Montreux und an weiteren Spielorten im Kanton Waadt auf. In der Kategorie Harmonien (Holzblasund Blechblasinstrumente) spielen 341 Musikgruppen vor. Bei den Brass Bands (nur Blechblasinstrumente) konkurrieren 191 Gruppen. Über 150 Experten aus 15 Ländern stehen im Einsatz. Bis zu 220000 Besucher werden an den beiden Wochenenden erwartet. Das nächste Eidgenössische Musikfest findet erst wieder in fünf Jahren statt. Am kommenden Wochenende treten noch einmal 284 Formationen gegeneinander an. Unter anderem steht der Wettbewerb der besten Brass Bands an.

Franziska Gertsch



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