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Die Concordia glänzte in Kerkrade

Freiburger Nachrichten – Dienstag, den 25. Juli 2017

Das Freiburger Blasorchester Concordia hat seinen grossen Auftritt am World Music Contest im niederländischen Kerkrade erfolgreich hinter sich gebracht. Die Musikerinnen und Musiker gaben ihr Bestes und klassierten sich auf dem ersten Zwischenrang.

Die achtzig Musikerinnen und Musiker der Concordia haben aufregende Tage hinter sich : Am Sonntagabend sind sie vom World Music Contest im niederländischen Kerkrade zurückgekehrt, wo sie als erstes Freiburger Blasorchester überhaupt in der höchsten Kategorie, der Konzertklasse, antreten durften.

Vor Jury und Publikum präsentierten sie am Samstag unter der Leitung von Dirigent Jean-Claude Kolly ein anspruchsvolles, einstündiges Konzertprogramm mit einem Auftragswerk des Freiburger Komponisten Jean-François Michel sowie mit Werken des Zürchers Oliver Waespi. Der Auftritt sei vollauf geglückt, sagte Jean-Claude Kolly nach der Rückkehr des Orchesters gegenüber den FN. „Wir haben sehr, sehr gut gespielt und dürfen rundum zufrieden sein.“

„Concordia auf dem Höhepunkt“

Tatsächlich hat die Concordia von der fünfköpfigen Jury 91.7 von 100 möglichen Punkten erhalten und sich damit im Zwischenklassement gar auf den ersten Rang gespielt. Das werde sich aber sicher noch ändern, relativiert Kolly.

Es seien erst drei von neun Orchestern der Kategorie angetreten, und unter den verbleibenden befänden sich auch einige Profi-Ensembles der Spitzenklasse. Das endgültige Resultat wird erst am kommenden Sonntagabend vorliegen, wenn der Wettbewerb, der dieses Jahr zum 18. Mal stattfindet, zu Ende geht. „Aber ob wir am Schluss auf dem dritten oder auf dem siebten Platz liegen, spielt eigentlich keine Rolle“, so Dirigent Kolly. „Wichtig ist, dass wir so gespielt haben, wie wir es wollten. Damit ist unser Ziel erreicht.“

Auch abseits der Bühne sei der Aufenthalt in den Niederlanden rundum gelungen, ergänzt Jean-Claude Kolly. „Alles war sehr gut organisiert, die Stimmung war heiter, und wir hatten viele schöne Begegnungen mit dem Publikum und mit anderen Musikerinnen und Musikern.“ Der grosse Aufwand für das Abenteuer Kerkrade habe sich auf jeden Fall gelohnt : „Wir haben unglaubliche Emotionen erlebt – und eine Concordia auf dem Höhepunkt ihres Könnens.“

Um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten, habe die Concordia, die zweimal wöchentlich probt, nicht unbedingt mehr, aber intensiver gearbeitet als sonst, erzählt Jean-Claude Kolly. „Solche Anlässe sind für die Musiker eine grosse Motivation. Das macht die Arbeit auch für den Dirigenten angenehm.“ Er selber setze sich gerne für solche Projekte ein, weil er Routine vermeiden und sich selbst und die Musiker stets infrage stellen wolle. So sei die Teilnahme am Wettbewerb von Kerkrade die logische Folge nach den beiden zweiten Plätzen der Concordia am Kantonalen Musikfest von 2015 und am Eidgenössischen Musikfest von 2016. Die Bewertung der Jury sei dabei am Ende gar nicht so wichtig, betont Kolly. „Entscheidend ist, dass wir das Beste geben und selber mit unserer Leistung zufrieden sind.“

Carole Schneuwly








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